Prognose der EU sieht Eintrübung der wirtschaftlichen Lage

Die gute Nachricht: Unsere europäische Wirtschaft wächst schon das siebte Jahr in Folge und dürfte auch 2020 und 2021 weiter Wachstum verzeichnen. Die Arbeitsmärkte bleiben robust und die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück. Allerdings fördern die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Wachstum weit weniger als zuvor, und die Unsicherheit ist hoch. Dies trifft vor allem das verarbeitende Gewerbe, das aktuell strukturelle Veränderungen durchläuft. Der europäischen Wirtschaft könnte daher eine längere Phase mit gedämpfterem Wachstum bevorstehen.

Verschiedene Risiken könnten dazu führen, dass das Wachstum hinter der Prognose zurückbleibt. Sollten die Unsicherheit oder die handels- und geopolitischen Spannungen zunehmen, könnte dies das Wachstum dämpfen, ebenso wie eine Konjunkturabschwächung in China. Zu den geographisch näherliegenden Risiken zählen ein ungeregelter Brexit und die Gefahr, dass die Schwäche des verarbeitenden Gewerbes stärker auf die binnenorientierten Branchen ausstrahlt.

Auftrieb würde das Wachstum hingegen durch eine handelspolitische Entspannung, ein stärkeres Wachstum in China und eine Entschärfung geopolitischer Konflikte erhalten. Dem Wachstum im Euroraum täte es außerdem gut, wenn Mitgliedstaaten mit haushaltspolitischem Spielraum einen expansiveren haushaltspolitischen Kurs einschlügen als erwartet. Alles in allem überwiegen aber die Abwärtsrisiken nach wie vor eindeutig.

Link zur kompletten Prognose: https://ec.europa.eu/info/business-economy-euro/economic-performance-and-forecasts/economic-forecasts/autumn-2019-economic-forecast_de

Quelle: Pressemeldung der Europäischen Kommission vom 7. November 2019

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